Willkommen in Como,
an der Spitze des westlichen Ausläufers des Comer Sees gelegen, bekleidet diese kleine Stadt mit wenig mehr als 80.000 Einwohnern eine enorm wichtige Rolle durch ihre Geschichte, ihre Kultur, ihre Textilindustrie und, vor allem, die hinreißende geographische Lage.

Entstanden aus prähistorischen Siedlungen und umgesiedelt von Julius Caesar an den Passage-Punkt in Richtung der nördlichen Alpen, hat die Stadt schon immer eine Schlüsselposition für die gesamte Region bedeutet, so sehr, dass sie über Jahrhunderte mit Mailand rivalisierte.

Seit dem Mittelalter entwickelten sich auch außerhalb der Stadtmauern (von Barbarossa in Auftrag gegeben und teilweise bis heute erhalten) kleine Siedlungen, jede charakteristisch und eigenständig. Heute sind diese Teil der Stadt und viele Denkmäler in Comos Strassen erinnern an ihre Geschichte.

Im 16. Jahrhundert steht die Stadt unter spanischer Herrschaft um dann im 18. Jahrhundert unter Österreich zu fallen. Dies sind die Jahre Alessandro Voltas und der großen Herrenhäuser, der Beginn der Seidenindustrie und des Volkstheaters.

Durch den Besuch des Archäologischen Stadtmuseums Giovio bekommt man eine Vorstellung von Como in der Vorgeschichte, während die Struktur des historischen Stadtkernes römischen Ursprungs ist. Die Südtürme der Stadtmauer zeugen von ihrer mittelalterlichen Vergangenheit sowie die romanischen Kirchen und der beeindruckende, 1740 fertig gestellte Dom.

Im Westen der Stadt, genauer im Bereich Borgo Vico, kann man prächtige Herrenhäuser bewundern und entlang der Uferpromenade in Richtung Zentrum trifft man auf den Volta-Tempel und Piazza Cavour, an dieser Stelle befand sich ehemals der Handelshafen.

Duomo di Como

CC Gerry Labrijn

Como – Die Sehenswürdigkeiten

Der Dom im Herzen der Stadt gelegen, ist einer der wenigen gotischen Bauten in Como (neben der Sant’Agostino Kirche). Auf Wunsch Gian Galeazzo Viscontis im Jahre 1396 nach Entwürfen von Lorenzo degli Spalti begonnen und erst 1740 mit der Kuppel von Filippo Juvara vollendet.

Die Fassade ist mit Skulpturen des Rodari geschmückt, während im Inneren Wandteppiche des 16. und 17. Jahrhunderts (aus Ferrara, Florenz und Antwerpen) zu finden sind. Der Fußboden besteht aus schwarzem Marmor aus Varenna und weißem aus Musso.

Die San Carpoforo Kirche befindet sich abseits am Hang des Baradello-Hügels und weist Apsis und Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert auf. Sant’Abbondio mit seinen beiden Glockentürmen wurde 1100 erbaut, sehr interessant sind die Fassade mit Fresken-Apsis und die Skulpturen des Haupttores.

Zu den außergewöhnlichsten Kirchen gehört San Fedele, bestehend aus drei Schiffen die am Ende in drei Apsiden in Form eines Kleeblattes münden. Im 12. Jahrhundert fertig gestellt, wurde das Innere zum großen Teil in der Renaissance neu geordnet, während die Fassade 1914 überarbeitet wurde.

Das historische Zentrum war von einer Stadtmauer umgeben, die von Friedrich dem Ersten, dem Barbarossa, im 12. Jahrhundert nach einer Niederlage gegenüber Mailand erbaut worden war. Noch heute sind drei der Türme erhalten: Torre di Porta Nuova im Südwesten, Torre San Vitale im Südosten und in der Mitte die 40m hohe Porta Torre.

Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade führt an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei. Der Volta-Tempel, 1927 zum 100.sten Todestag Alessandro Voltas erbaut, enthält zahlreiche Zeugnisse und Erinnerungen aus dem Leben dieses wohl bekanntesten Buergers der Stadt. Piazza Cavour, ein belebter Platz, Symbol des Wierauflebens (risorgimento) Comos. Von hier aus genießt der Besucher ein wunderbares Panorama und noch heute wird der Platz nach anhaltenden Regenfällen vom See eingenommen. Borgo Vico ist das Stadtviertel mit den schönsten Villen des späten 18. Jahrhunderts: Villa Saporiti, Villa Gallia, Villa Salazar und die erhabene Villa Olmo.

Como

CC Fred PO

Restaurants in Como

Al Giardino
Via Monte Grappa, 52
Como
Osteria in der man guten Wein probieren kann. Typische Gerichte und im Sommer wird im Garten serviert.

Crotto del Lupo
Via Pisani Dossi, 17 – Como
Einfaches und familiäres Lokal mit rustikalem Ambiente, von Grün umgeben. Typische, traditionelle Gerichte, im Sommer kann auf der schönen Terrasse gespeist werden.

Locanda Dell’Oca Bianca
Via Canturina, 251 – Como
Auf der Strasse Richtung Cantù befindet sich dieses gemütliche und gut geführte Restaurant. Die Küche sieht phantasievolle Variationen zu bekannten italienischen Gerichten vor, im Sommer wird auch draußen serviert.

Il Solito Posto
Via Lambertenghi, 9 – Como
Informelle Atmosphäre, drei moderne Säle und Außenbereich für den Sommer. Die Küche bietet sowohl traditionelle als auch neue Gerichte, sowohl Fisch als auch Fleisch.

L’Angolo del Silenzio
Via Lecco, 25 – Como
Klassisches Lokal mit lombardischer, bodenständiger Küche, im Sommer wird auch draußen serviert.

Osteria Rusticana
via Carso, 69 – Como
Abseits der Touristenpfade liegt diese familiäre Osteria mit typischer Küche. Zwei einfache aber gemütliche Säle und Außenbereich.

Como – Die Anreise

Mit dem Flugzeug
Von den drei Mailänder Flughäfen (Malpensa, Linate, Bergamo – Orio al Serio) ins Zentrum fahren und von dort den Zug nach Como nehmen.

Von Malpensa aus ist es einfacher, mit dem Malpensa-Express bis nach Saronno zu fahren und dort in den Zug der Ferrovie Nord nach Como umzusteigen.

Es gibt auch die Buslinie 250, sie verbindet Malpensa mit Como. Die Reisezeit beträgt ca. eine Stunde.

Mit dem Zug
Nach Como gelangt man entweder mit den Ferrovie dello Stato vom Mailänder Hauptbahnhof oder aber Ferrovie Nord ab Milano-Cadorna bzw. Saronno.

Mit dem Auto
Como ist vom ca. 50 km entfernt liegenden Mailand über die Autobahn A9 in weniger als einer Stunde zu erreichen.

Oder man nimmt die Schnellstrasse Milano-Meda und folgt dann der Beschilderung in Richtung Como.